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IT-Support & Managed Services7 Min. Lesezeit

Was in ein IT-Betreuungsabo gehört und was nicht hineingehört

Ein Betreuungsabo ist kein Produkt, sondern eine Abmachung darüber, wer was tut. Die meisten Enttäuschungen entstehen nicht bei der Arbeit, sondern beim Lesen der Rechnung.

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Das Wichtigste in Kürze

Ein brauchbares Abo beschreibt vier Dinge: was enthalten ist, wie schnell reagiert wird, was ausdrücklich nicht enthalten ist und wie man wieder herauskommt. Fehlt einer dieser vier Punkte, gibt es später Streit. Alles Weitere ist Verhandlungssache.

Der Kern: welche Arbeit ist gedeckt

Am klarsten wird ein Abo, wenn es die enthaltenen Leistungen als Tätigkeiten beschreibt und nicht als Geräteliste. Nicht „Betreuung von 40 Arbeitsplätzen", sondern was an diesen Arbeitsplätzen getan wird.

  • Anwendersupport per Telefon, Fernwartung und vor Ort
  • Überwachung von Servern, Sicherungen und Netzwerkkomponenten
  • Einspielen von Sicherheitsaktualisierungen nach Plan
  • Anlegen, Ändern und Löschen von Benutzerkonten
  • Regelmässige Prüfung der Wiederherstellbarkeit

Der letzte Punkt fehlt in erstaunlich vielen Verträgen. Eine Sicherung zu betreiben ist etwas anderes, als regelmässig zu prüfen, ob sie zurückkommt – und nur das Zweite hilft im Ernstfall.

Reaktionszeit ist nicht Lösungszeit

In den meisten Verträgen steht eine Reaktionszeit. Sie sagt, wie schnell sich jemand meldet, nicht wie schnell das Problem weg ist. Das ist kein Trick, sondern sachlich richtig: Wie lange eine Lösung dauert, hängt von der Ursache ab, und die kennt beim Melden noch niemand.

Trotzdem sollte im Vertrag stehen, was in welcher Dringlichkeit gilt. Wir arbeiten mit drei Stufen: Betrieb steht still, einzelne Person kann nicht arbeiten, alles Übrige. Für die erste Stufe ist eine Reaktionszeit von einer Stunde während der Bürozeiten realistisch, für die zweite vier Stunden, für die dritte der nächste Arbeitstag.

Wer kürzere Zeiten verspricht, muss sie personell auch decken können. Fragen Sie danach: Wie viele Leute stehen zur Verfügung, was passiert in den Ferien, wer geht ans Telefon, wenn zwei Notfälle gleichzeitig laufen?

Was ausdrücklich nicht enthalten sein sollte

Ein Abo, das alles abdeckt, gibt es nicht zu einem vernünftigen Preis. Ehrlicher ist eine kurze Liste der Ausschlüsse.

  • Projekte mit eigenem Umfang – Umzüge, Migrationen, Neuaufbau
  • Beschaffung von Hardware und Lizenzen (Weitergabe zum Einkaufspreis plus Aufwand)
  • Betreuung von Branchensoftware, für die der Hersteller selbst zuständig ist
  • Schulungen über die kurze Erklärung im Supportfall hinaus
  • Arbeiten ausserhalb der vereinbarten Zeiten

Wichtig ist, dass für jeden ausgeschlossenen Punkt geregelt ist, wie abgerechnet wird. Sonst verschiebt sich der Streit nur.

Der Ausstieg gehört an den Anfang

Kündigungsfrist, Herausgabe der Zugangsdaten, Übergabe der Dokumentation: Diese drei Punkte kosten nichts, solange alles gut läuft, und sind alles wert, wenn es das nicht tut.

Wir halten fest, dass sämtliche Passwörter, Lizenzschlüssel und Netzpläne dem Kunden gehören und auf Verlangen jederzeit in lesbarer Form herausgegeben werden – nicht erst zum Vertragsende. Das ist selbstverständlich, steht aber selten irgendwo.

Eine faire Kündigungsfrist liegt bei drei Monaten. Längere Bindungen sind bei reiner Betreuung sachlich nicht begründbar; sie ergeben nur dort Sinn, wo der Anbieter eigene Investitionen vorfinanziert.

Pauschale, Stundenkontingent oder Aufwand

Drei Modelle sind üblich. Die Pauschale deckt eine beschriebene Leistung zum festen Preis; sie ist planbar und belohnt den Anbieter dafür, Probleme dauerhaft zu lösen. Das Stundenkontingent verkauft ein Paket im Voraus, meist mit Rabatt; es ist ehrlich, verleitet aber dazu, Stunden zu verbrauchen. Reine Aufwandsabrechnung ist die einfachste Form und für kleine Betriebe mit wenig Bewegung oft die günstigste.

Für Betriebe ab etwa fünfzehn Arbeitsplätzen rechnet sich in der Regel die Pauschale, weil dort die laufende Überwachung mehr Wert bringt als die reine Störungsbehebung. Darunter ist es eine Frage der Nerven: Pauschale kostet mehr und kostet nie eine Diskussion.

Was Sie in jedem Fall vergleichen sollten, sind nicht die Monatspreise, sondern die Preise für dieselbe Leistungsbeschreibung. Zwei Offerten mit gleichem Betrag können völlig Verschiedenes enthalten.

Woran man einen tragfähigen Vertrag erkennt

Er ist kurz genug, dass Sie ihn ganz lesen. Er nennt Ansprechpersonen mit Namen. Er beschreibt, was bei einem Ausfall ausserhalb der Bürozeiten passiert. Und er enthält keine Formulierung, bei der Sie beim Lesen zweimal überlegen müssen, was gemeint ist.

Ein guter Test vor der Unterschrift: Lassen Sie sich den Ablauf eines echten Notfalls schildern – wer ruft wen an, was passiert in der ersten halben Stunde, wie erfahren die Mitarbeitenden davon. Wer das nicht flüssig beantworten kann, hat es nicht durchdacht.

Zum ThemaDieser Beitrag gehört zum Cluster IT-Support & Managed Services. Vollständig behandeln wir das Thema hier: IT-Support · Managed IT Services

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Häufige Fragen

Was kostet ein Betreuungsabo für einen Betrieb mit 30 Arbeitsplätzen?

Das hängt stark von der Umgebung ab – ein Betrieb mit einem Server und Standardsoftware liegt deutlich tiefer als einer mit mehreren Standorten und Branchenlösungen. Verlässlich wird die Zahl erst nach einer kurzen Bestandsaufnahme; die machen wir vorab und kostenlos.

Können wir mit einem Teilbereich anfangen?

Ja, und wir empfehlen es sogar. Der Anwendersupport allein ist ein guter Einstieg: Wir lernen die Umgebung im Alltag kennen, Sie sehen, wie wir arbeiten, und alles Weitere lässt sich danach entscheiden.

Was passiert mit unserem bisherigen Dienstleister?

Die Übergabe läuft in der Regel geordnet. Wir brauchen Zugangsdaten, Dokumentation und ein Gespräch; die meisten Anbieter kooperieren dabei. Wo das nicht klappt, bauen wir die Informationen selbst neu auf – das kostet Zeit, ist aber machbar.

Läuft Ihr Support so, wie er sollte?

Wir schauen uns Ihre Tickets der letzten Monate an und sagen Ihnen, wo die Zeit hingeht.

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